Kleinfeldfaustball - die Alternative zum 5:5
Kleinfeld als ernsthafte Alternative zum 5:5 — nicht nur als Spielerei.
- Spieler
- 3:3 bis 5:5
- Material
- Faustball, Leine
- Ziel
- Kleinfeld, Technik
- Feld
- Kleinfeld
- Dauer
- 20 min
Stand: Text von Juni · erstmals veröffentlicht 2026
Rainer Frommknecht engagiert sich auch in der Nachwuchsarbeit des TV WaibstadtBild: Bernhard Kaiser Rainer Frommknecht ist Sportwissenschaftler und Trainer des Bundesligisten TV Waibstadt. Seit 1999 ist er im Badischen Turnerbund als Landeslehrwart tätig. 2004 übernahm er beim DTB das Amt des Bundeslehrwarts und engagiert sich heute als Lehrbeauftragter der DFBL für die Aus- und Fortbildung von Faustballtrainern.
Für Anfänger ist es nicht zweckmäßig, auf einem Spielfeld in Originalgröße zu spielen. Vielmehr sollten die Rahmenbedingungen verändert werden, um mehr Spielfluss und Ballkontakte zu erreichen:
- Feldgröße verkleinern,
- Netzhöhe absenken (auch eine Langbank kann als Netz dienen),
- Anzahl der Spieler reduzieren und das
- Regelwerk vereinfachen.
Im Folgenden werden einige Beispiele für Kleinfeldspiele gezeigt, bei denen auch Anfänger schnell in ein Spiel einsteigen können, das auf Grund rascher Fortschritte viel Spaß und Motivation verspricht. Zudem sind diese Spiele zielführend, wenn das Erlernen oder die Verbesserung bestimmter Spieltechniken im Mittelpunkt stehen soll. Auch ältere Spieler motiviert man durch Kleinfeldspiele und kann aufgrund der vielen Ballkontakte einen höheren Trainingseffekt erzielen.
Bank-Faustball
Spielfeldgröße: Länge 5 m, Breite 4 m Als Netz fungiert eine Langbank, die das Spielfeld in der Mitte teilt. Spieleranzahl: 1:1 oder 2:2 Regeln: Der Ball darf nur in Annahme-/Zuspieltechnik gespielt werden. Indirektes wie auch direktes Spiel ist erlaubt. Pro Team sind ein oder zwei Ballkontakte möglich. Der Ball darf nur innerhalb des Spielfeldes aufspringen. Berührung der Bank durch Ball oder Spieler ist als Fehler zu werten. Erleichterung für Anfänger: Auffangen des Balls als „Abwehrkontakt“. Erhöhung auf drei Ballkontakte innerhalb des Teams; der Ball darf auch außerhalb des Spielfelds aufspringen.
Faustball-Rundlauf
Spielfeldgröße: Länge 3 m, Breite 3 m Als Netz fungiert eine Langbank, die das Spielfeld in der Mitte teilt Spieleranzahl: Bis zu 10 Teilnehmer Regeln: Die Spieler stellen sich am hinteren Ende der beiden Feldseiten hintereinander auf. Der vorderste Spieler spielt den Ball ins Gegenfeld, läuft dann um das Feld herum auf die andere Seite und stellt sich dort an. Der Ball darf indirekt wie auch direkt gespielt werden und muss mit dem ersten Ballkontakt ins Gegenfeld gespielt werden. Für Anfänger kann ein zweiter Kontakt eine deutliche Vereinfachung bringen. Berührung der Bank durch Ball oder Spieler ist als Fehler zu werten.
Kleinfeldfaustball
Spielfeldgröße: Länge 6 m, Breite 4 m (bei zwei Spielern) oder Länge 9 m, Breite 9 m (bei drei Spielern) Netzhöhe: Etwa in Kopfhöhe der Spieler (keinesfalls höher als 1,80 m) Regeln: Pro Team sind drei Ballkontakte erlaubt. Nur der Schlag über das Netz muss im Gegenfeld landen, beim Spielen innerhalb des Teams sind die Feldbegrenzungen aufgehoben, der Ball darf also nach Abwehr und Zuspiel auch außerhalb des Spielfeldes springen. Erlaubt ist auch der Angriffsschlag von oben (mit der Faust). Die Angabe wird von der hinteren Auslinie durch das Team ausgeführt, das den letzten Punkt erzielt hat (da ein Nachteil).<(p>
Schnibbelball
Spielfeldgröße: Länge 4 m, Breite 4 m Netzhöhe: Etwa in Bauchhöhe der Spieler (keinesfalls höher als 1,50 m) Spieleranzahl: 2:2 Regeln: Pro Team sind zwei Ballkontakte vorgeschrieben, es wird nur direkt gespielt. Erlaubt ist nur die Annahme-/ Zuspieltechnik.
Actionball
Spielfeldgröße: Länge 15 m, Breite 15 m (Basketballfeld) Netzhöhe: Etwa in Kopfhöhe der Spieler (keinesfalls höher als 2 m) Spieleranzahl: 4:4 Regeln: Pro Team sind maximal drei Ballkontakte erlaubt. Erlaubt ist sowohl die Abwehr-/Zuspieltechnik als auch der Angriffsschlag. Die Angabe wird von der „3-m-Linie“ durch das Team ausgeführt, das den letzten Fehler erzielt hat (da ein Vorteil!).
Geschrieben von Rainer Frommknecht