Zuspiel-Training mit Fabian Sagstetter
Fabian Sagstetter über das Zuspiel — die Position, die alles zusammenhält.
Stand: Text von Juni · erstmals veröffentlicht 2026
Volle Konzentration am Ball: Fabian Sagstetter im Bundesligaspiel gegen den MTV RosenheimBild: Gudrun Eschner Fabian Sagstetter spielt seit seiner Jugend beim Bundesligisten TV Oberndorf. Nach einigen Einsätzen für das deutsche C- und B-Nationalteam gelang ihm im vergangenen Jahr der Sprung in den Herrenkader. In seinem Verein spielt der 20-jährige als Zuspieler schon lange eine zentrale Rolle. Auffaustballsport.com erklärt er, was ein guter Zuspieler alles können muss und stellt dazu einige Übungen vor.
Ein guter Zuspieler im U-System ist auch ein Allrounder, er muss viele unterschiedliche Qualitäten mitbringen. Im athletischen Bereich liegt der Schwerpunkt vor allem auf Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit, da er im Laufe eines Spiels immer verschiedene Situationen zu meistern hat.
Das Zuspiel
Zuerst sollte ein Zuspieler, daher auch der Name, ein konstant gutes indirektes Zuspiel haben. Das heißt, aus einer Abwehr ins Halbfeld kommt der Ball von ihm immer im selben Bogen und mit der selben Geschwindigkeit an die Leine heran. Ein weiteres wichtiges im Element stellt auch das direkte Zuspiel dar. Ein ruhiges Zuspiel, das möglichst immer mit dem gleichen Ablauf gespielt wird, ist hierbei optimal und hilft dem Angreifer seinen Anlauf und Absprung perfekt darauf abzustimmen. Dabei ist vor allem die Beinarbeit im Vorfeld des Zuspiels wichtig. Nur wenn man direkt hinter seinen Ball kommt kann man den Ball auch genau zuspielen.
Übung: Zuspiel aus der Zone
- der Spieler bekommt die Bälle in der Reihenfolge Mitte, Außen, Mitte, Außen angeworfen
- nach jedem Zuspiel kehrt er an seine Position im Feld zurück
- die Übung dient vor allem dazu, die Standardbälle (Mitte) zu verbessern, und die schwierigeren Bälle (Außen) sehr schnell zu automatisieren
das indirekte Zuspiel lässt sich gut mit Tennisbällen oder kleinen Fußbällen und Handbällen trainieren
- Serie mit 20x Faustball, 20x Tennisball, 20x kleiner Fußball, 20x Faustball
- Kontrolliert wird das Zuspiel über einen Mitspieler, der den Ball im individuellen Zielbereich fängt
Wichtig: Wiederholung bringt Sicherheit! Zuspiele sollten so oft wie möglich wiederholt werden!
Die Abwehr
Durch das U-System hat das Abwehrverhalten des Zuspielers einen immer höheren Stellenwert. Er hat mit den Bällen auf seiner rechten beziehungsweise linken Seite und dem kurz gespielten Ball vor sich einen großen Raum im Feld abzudecken. Dazu zeichnet ihn auch eine solide Direktannahme aus. Entscheidend ist in der Abwehr vor allem eine gute Beinarbeit. Kleine schnelle Schritte sind dabei unumgänglich, um möglichst immer eine perfekte Stellung zum Ball zu haben.
Übung: 4 Bälle in Folge
- 4 Bälle müssen nacheinander abgewehrt werden
- nach jeder Annahme kehrt der Spieler wieder an seine Position zurück
- 1. leichter Ball wird in der Mitte angenommen
- 2. ein Ball auf der rechten Seite
- 3. auf der linken Seite
- 4. der Spieler läuft nach vorne, und muss entweder direkt abwehren, oder den kurzen Ball verteidigen
Wichtig ist es, dass du Spaß am Faustball hast und alle deine Fähigkeiten in euer Spiel einbringst. Für deine Mannschaft ist es wichtig, dass du immer alles gibst und dich weiter verbesserst. Viel Erfolg!
Übung: indirektes Zuspiel mit verschiedene BällenEinen weiteren wichtigen Einfluss auf das Spiel haben Fertigkeiten wie Ballgefühl und Spielverständnis, die sich allerdings schwer separat trainieren lassen. Mit viel Fleiß und vielen Ballkontakten im Training sollte man aber auch auf diesem Gebiet bald eine Verbesserung spüren.